Semina farm.Stipendium geht an junge Firmengründerinnen

farm-kn 26. November 2025

Ein Höhepunkt der Konstanzer Gründungswoche 2025 war die erste Vergabe des Semina farm.Stipendiums. Am 21. November 2025 präsentierte das farm Technologiezentrum gemeinsam mit der Crescere Stiftung Bodensee beim Open farm House die Gewinnerinnen.

Bekanntgabe des Semina farm-Stipendiums vor über 100 Gästen beim Open farm House 2025.
Bekanntgabe des Semina farm-Stipendiums vor über 100 Gästen beim Open farm House 2025.

Sowohl die Crescere Stiftung Bodensee als auch das farm Technologiezentrum setzten mit der Premiere des Semina farm.Stipendiums ein starkes Signal für die regionale Gründungskultur. Christina Groll vom farm Technologiezentrum zeigte sich beeindruckt von der Vielfalt der Ideen, der Qualität der Unterlagen und der authentischen Präsentation der Geschäftsmodelle.

„Das neues Förderformat ist ein voller Erfolg. Wir wollen Gründerinnen, Gründer und junge Unternehmen in der frühen Phase ihrer Selbstständigkeit mit finanzieller Förderung, professionellem Umfeld und Zugang zu einem starken Netzwerk unterstützen“, so Groll.

Für die erste Ausschreibung gingen insgesamt 17 Bewerbungen ein, davon elf innerhalb der letzten zehn Stunden vor Bewerbungsschluss am 30. Oktober. Die Bandbreite der eingereichten Geschäftsmodelle reichte von Technologie über Mode und Food bis hin zu Bildungs- und Beratungsangeboten.

Wolfgang Münst ist als Juror gefragt.

Nach sorgfältiger Prüfung der Unterlagen – Motivationsschreiben, Businessplan und Lebenslauf – lud die Jury bestehend aus Wolfgang Münst und Dr. Stephan Tögel von der Crescere Stiftung Bodensee und Christina Groll aus dem farm Technologiezentrum vier Finalist:innen zu persönlichen Gesprächen ein.

Finalist:innen und Jury v.l. Timo Boxler (BMPTX Solutions), Annika Ott und Lena Reichmann ( Rooibino), Helena Grossmann, WOlfgang Münst, Christina Groll und Dr. Stephan Tögel. Miriam Steimer (Leuchtturm-Akademie)
Finalist:innen und Jury v.l. Timo Boxler (BMPTX Solutions), Annika Ott und Lena Reichmann ( Rooibino), Helena Grossmann, Wolfgang Münst, Christina Groll und Dr. Stephan Tögel. Miriam Steimer (Leuchtturm-Akademie)

Die Finalist:innen waren:

  • Annika Ott und Dr. Lena Reichmann (Rooibino) – entwickeln nachhaltig und fair produzierten Rooibos-Espresso für den deutschen Markt.
  • Helena Grossmann (Fashion Stylistin) – bietet inklusive Modeberatung, die Menschen unabhängig von Budget oder Körperform zu mehr Selbstwertgefühl verhilft.
  • Timo Boxler (BMPTX Solutions) – vertreibt Alu- und Zinkdruckgussteile und unterstützt Kunden als technischer Support.
  • Miriam Steimer (Leuchtturm-Akademie) – vernetzt Coaches, Trainer:innen und Lehrkräfte mit Schulen, um Lernorte konfliktärmer für Kinder zu gestalten.

Nach intensiver Beratung entschied sich die Jury für die Vergabe von zwei einjährigen Stipendien. Die Spannung war groß: Erst am Abend des Open farm House wurden die Gewinnerinnen bekanntgegeben.

Das Semina farm.Stipendium 2026 geht an:

  • Annika Ott und Dr. Lena Reichmann (Rooibino)
  • Helena Grossmann (Fashion Stylistin)
Glückliches Gründerinnen-Team von Rooibino. V.l. Christina Groll, Dr. Lena Reichmann, Wolfgang Münst, Annika Ott, Dr. Stephan Tögel.
Glückliches Gründerinnen-Team von Rooibino. V.l. Christina Groll, Dr. Lena Reichmann, Wolfgang Münst, Annika Ott, Dr. Stephan Tögel.
Jury mit der Stipendiatin Helen Grossmann. V.l. Dr. Stephan Tögel, Helena Grossmann, Wolfgang Münst, Christina Groll.
Jury mit der Stipendiatin Helen Grossmann. V.l. Dr. Stephan Tögel, Helena Grossmann, Wolfgang Münst, Christina Groll.

Ab dem 1. Januar 2026 erhalten die jungen Unternehmer:innen monatlich 1.000 Euro für ein Jahr und nutzen einen Büro-Arbeitsplatz im farm Technologiezentrum, um Zugang zu Netzwerk, Infrastruktur und Austauschmöglichkeiten zu haben. Das Stipendium richtet sich insbesondere an Gründer:innen mit technologieorientierten, kreativen oder gesellschaftlich verantwortlichen Geschäftsmodellen, die strukturelle Herausforderungen meistern – etwa intensive Familienphasen, Migrationserfahrungen oder Beeinträchtigungen.

Die erste Vergabe des Stipendiums zeigt, wie wichtig Raum, Unterstützung und ein starkes Netzwerk für Gründungen sind – und setzt ein deutliches Signal für die regionale Gründungskultur. Mit der Einführung des Semina farm.Stipendiums wurde ein neues Förderformat etabliert, das langfristig ein fester Bestandteil der regionalen Gründungsförderung werden soll.

Die nächste Ausschreibung startet im Sommer 2026 für den Förderbeginn am 1. Januar 2027, und die Entwicklung der diesjährigen Stipendiatinnen wird beim Open farm House 2026 erneut präsentiert.

Alle Fotos (c) farm

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