Digital Dazulernen – Wie Medien ein Lernerlebnis schaffen

Birka Kallenbach 11. Mai 2021

Es gab sie, die Zeit, in der jedes Lernen selbstverständlich analog geschah – genau so, wie auch alles andere analog war. Doch als das Internet aufkam, und Lernumgebungen wandelte, war Thomas Pilger begeistert von den neuen Möglichkeiten. Ein früher Start, der Jahre später zu einer Gründung im Technologiezentrum führte. Heute produziert er 360-Grad Rundgänge durch Läden und Schulen, interaktive Workshops für Berufsschulen und Videos für das Lernen und Motivieren von Arbeitnehmer:innen

tp Bildungsmedien: Thomas Pilger erstellt Lernvideos und 360 Grad Umgebungen.
© tp Bildungsmedien

Der studierte Sozialwissenschaftler hat sich 2017 in Konstanz mit seiner Firma tp Bildungsmedien selbstständig gemacht. Seitdem bietet er für Unternehmen und Organisationen individuelle Lernmedien an. Dabei ist alles von der Einführung in den Metallbau über den Lehrgang zu Nahrungsergänzungsmitteln bis hin zur Wasserstofffahrzeug-Erklärung. Pilger selbst konzipiert dabei vor allem – welches Medium eignet sich für dieses oder jenes Thema? Wie lang soll das eingebundene Video sein? Wer spricht darin? Wie lang kann eine Lerneinheit dauern und wie gestalte ich sie interessant und hilfreich?

Neugierde nutzen

Für die einzelnen Themen holt er sich dann Autor:innen, Sprecher:innen oder auch Moderator:innen an Bord, die bei der Umsetzung des Konzepts helfen. Didaktik und Berufsbildung liegt dem Gründer dabei besonders am Herzen. Er lässt Schüler:innen gern selbst gestalten, tritt dabei in den Hintergrund und setzt ihre Ideen um, ermöglicht ihnen ganzheitliches Lernen mit neuen Medien. „Es ist tendenziell leichter, Menschen mit digitalen Medien zu motivieren“, so Pilger. „Schülerinnen und Schüler wollen dann beispielsweise herausfinden, welche Geräusche das Tier auf dem Foto macht, wie wir sie nachahmen und festhalten können und wie wir alles hinterher vereinen, so entstehen schnell tolle, gemeinschaftliche Projekte“.

Diese Individualität ist es, was Pilger am meisten an den digitalen Medien begeistert: Er kann passgenaue Inhalte für Kund:innen und Lernende erstellen. Die Metallbau-Azubis erhalten eine Einführung für genau die Maschine, die vor ihnen steht – in kurzen, verständlichen Videos. So werden die alten, ausgedruckten Dokumente, schnell vergessen, in denen Handlungen detailliert und lang beschrieben werden – denn im Video ist das schnell gezeigt. Ganz in Vergessenheit geraten die analogen Medien jedoch nicht. „Für die Unterhaltung nehme ich gern ein echtes Buch in die Hand“, so Pilger – „aber für das Lernen und die Wissenserkenntnis sind digitale Medien oft ganzheitlicher und effektiver.“

Mehr Informationen zu tp Bildungsmedien gibt es auf ihrem Partnerprofil sowie ihrer eigenen Webseite.

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