HR-Startup-Award: Chance für Gründer:innen im Bereich HR-Innovationen

Birka Kallenbach 6. Mai 2021

Die Startup Szene am Bodensee wächst und entwickelt sich weiter – und auch die Fördermöglichkeiten und das öffentliche Interesse nehmen zu. Eine interessante Möglichkeit, Bekanntheit und finanzielle Unterstützung zu erhalten, – speziell für Start-ups mit Fokus auf dem Personalwesen und dafür relevanten Anwendungen – bietet der HR-Startup-Award. Mit Michael H. Kramarsch, Initiator des Awards und selbst Gründer und Investor, sprach farm-Mitarbeiterin Birka Kallenbach.

Michael Kramarsch hat selbst gegründet - der HR-Startup-Award ist für ihn ein wichtiger Baustein zur Weiterentwicklung der HR-Landschaft
Michael H Kramarsch

Herr Kramarsch, vor 10 Jahren haben Sie mit der hkp/// group selbst ein Startup gegründet, das mittlerweile zu den Marktführern und Innovationstreibern in der HR-Management-Beratung zählt. Zudem sind Sie selbst als Investor in HR-Startups unterwegs. Was reizt Sie so am Gründen und Investieren – speziell im Bereich Personalmanagement?

Michael H. Kramarsch: Einerseits ist es die Faszination für und der Respekt vor Entrepreneurship. Unternehmergeist, gepaart mit technologischem Fortschritt packt mich besonders, da es doch letztlich Technologien sind, die unser Zusammenleben und Zusammenarbeiten erheblich umkrempeln und so etwas wie New Work erst möglich machen. Es waren und sind Startups, die die Geschichte der Digitalisierung mit ihren Visionen und Innovationen geschrieben haben. 

Aber nicht alle Start-ups schaffen den Sprung aus der Garage hin zu Weltruhm… 

Michael H. Kramarsch: … aber die Vielzahl und Kreativität ihrer Ideen, Ansätze und Lösungen geben eine Ahnung von dem, was kommen könnte oder kommen wird. Und das ist im HR-Umfeld in doppelter Weise spannend: Denn die Lösungen im Personalwesen betreffen meist nicht nur die unmittelbaren Anwender in den Personalabteilungen, sondern potenziell alle Beschäftigten. Das macht sie zunehmend relevant und verschafft ihnen Aufmerksamkeit bis hinauf in die Vorstandsebene. Sie sind es, die die Arbeit von morgen aktiv gestalten!

Ist es für Startups angesichts der durch die COVID-19 Pandemie ausgelösten Wirtschaftskrise schwerer geworden, erfolgreich zu sein?

Michael H. Kramarsch: Corona hinterlässt in allen Unternehmen Spuren und ist eine historische Herausforderung. Und ja, junge Unternehmen, die vielleicht nicht nur nach Kunden suchen, sondern auch nach frischem Kapital für die nächste Finanzierungsrunde, haben es gerade alles andere als leicht. Staatliche Förderangebote wirken da ernüchternd, zumal sie – wenn überhaupt – mit erheblichem Verzug bei den Empfängern ankommen. Viele werden ihre Unternehmungen daher aufgeben müssen. 

Das klingt ernüchternd… 

Michael H. Kramarsch: Es ist die harte Realität. Umso wichtiger ist es für Startups, mit ihren Lösungen und Services einen echten Mehrwert zu bieten und dieser liegt gerade jetzt darin, Prozesse schlanker, effizienter, effektiver und damit auch finanziell und personell ressourcenschonender zu machen. Konnte man in den fetten Jahren vielleicht noch mit Tools punkten, die vor allem sexy designt waren, sollte jetzt ein klarer Innovationssprung gegeben sein, der es den anwendenden Unternehmen ermöglicht, Geld, Zeit oder Personeneinsatz zu sparen.

Diesen Mehrwert können Gründende im Rahmen des HR Startup-Awards aufzeigen. Wer steckt hinter dem Award und für wen ist er interessant?

Michael H. Kramarsch: Der HR Startup-Award stellt neben der Leidenschaft, dem Ideenreichtum und der Professionalität von Gründerinnen und Gründern das Thema HR-Innovation in den Mittelpunkt. Ich habe den Award gemeinsam mit der ehemaligen Präsidentin des Bundesverbands für Personalmanager BPM und TUI-Personalvorständin Dr. Elke Eller und der Quadriga Hochschule ins Leben gerufen. Wir wollten Entwicklungen im Personalmanagement eine Bühne bieten und Personalexperten und Innovatoren in den direkten Kontakt bringen. Und das haben wir geschafft. 

Die Gewinner des HR-Startup-Awards lesen sich wie ein Who is Who der deutschen HR Startup Szene.

Michael H. Kramarsch: In der Tat. Zu den Gewinnern zählen u.a. TandemployHumanooEverskillVote2Work und zuletzt Danielle Software und Userlane. Der HR-Startup-Award führt mir seit sechs Jahren vor Augen, wie lebendig HR-Innovation ist und welch großen Beitrag sie für unsere Arbeitswelt potenziell leisten kann – das beeindruckt mich bis heute zutiefst. 

Wie können Bewerber:innen und Gewinner:innen vom HR-Startup-Award profitieren?

Michael H. Kramarsch: Wer es bis ins Finale der Top 3 Favoriten der Jury schafft, darf sein Produkt vor einem großen Publikum auf dem Personalmanagement-Kongress in Berlin pitchen. Der Kongress ist eines der größten deutschsprachigen Events im Bereich Personalmanagement. Hunderte Entscheider und Experten küren dort per Publikumsentscheid den Sieger. Zusätzlich erhalten alle Finalisten auf Wunsch ein Business-Coaching durch eines der hochkarätigen Jury-Mitglieder und die Möglichkeit, auf bekannten HR-Blogs zu publizieren. Abgesehen von dieser zielgruppengenauen Präsentationsfläche und der entsprechenden Medienresonanz erhalten die GewinnerInnen ein Medienpaket des Quadriga Verlags

Herr Kramarsch, herzlichen Dank für das Gespräch!

+++Bewerbungen für den HR Startup Award 2021 sind noch bis zum 30. Mai möglich!  Weitere Informationen und das Bewerbungsformular finden sich hier. +++

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